EMDR


 

EMDR ist eine Abkürzung und steht für: Eye Movement Desenitization and Reprocessing - auf deutsch: Desensibilisierung und Neuberabeitung. Dieses ressourcenorientierte, wissenschaftlich anerkannte Verfahren wurde ursprünglich für die Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen entwickelt.

 

Es wird inzwischen aber auch in Beratung und Coaching eingesetzt und ist auch bei anderen psychischen Problemen indiziert:

Vereinfacht ausgedrückt werden beim EMDR-Prozess unverarbeitete, belastende Erfahrungen noch einmal bearbeitet und so im neuronalen Netzwerk des Gehirns neu verankert.  Unser Gehirn kann sich bis ins hohe Alter verändern und dazu lernen (Neuroplastizität). Deshalb ist es auch möglich, bereits vergangene, abgespeicherte Erfahrungen neu zu vernetzen und somit zu verändern.

 

Ein Beispiel, um zu erklären, was bei EMDR geschieht, sind die REM (Rapid Eye Movement)-Phasen, die wir nachts im Schlaf durchlaufen. Die schnellen Augenbewegungen sind natürliche Such- und Verarbeitungsprozesse des Gehirns, um am Tag Erlebtes und Erlerntes zu verarbeiten – neuronale Netzwerke werden erweitert oder entstehen. Mit Hilfe der so genannten bilateralen Stimulation (geführte Augenbewegungen oder leichte Berührungen) durch die Therapeutin, werden die belastenden Erfahrungen, die bisher nicht integriert werden konnten, neu verankert. Dieser innere Prozess wird aktiv und intensiv therapeutisch begleitet.

 

 Die Kosten einer EMDR-Behandlung werden innerhalb eines Richtlinienverfahrens bei Erwachsenen zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (seit Januar 2015) von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.