Paarprobleme lösen

Wie kann Liebe gelingen? Gehen Sie auf die Suche und finden Wege - es gibt sie.


Wie kann Liebe gelingen? Gehen Sie auf die Suche und finden gemeinsam Wege - es gibt sie.

Paar sein....schön und schwer zugleich!

 

Je früher Sie bei wiederkehrenden Konflikten neue Wege finden, umso besser die Prognose für Ihre Partnerschaft. Leider warten viele Paare sehr lange, bis sie sich Hilfe holen. Häufig haben sich die Fronten dann so verhärtet, dass es schwer ist noch ein positives Gefühl für den anderen zu empfinden.

Eine Liebesbeziehung ist nach der Beziehung zu unseren Eltern oder engen Bezugspersonen in der Kindheit die intimste Beziehung, die wir im Leben haben. Es ist leicht nachvollziehbar, dass sich hier unsere erlernten  Muster und unerfüllte Sehnsüchte mit hinein "verstricken". Diese Themen sind bereits von Beginn an in der Liebesbeziehung mit dabei. Oft machen sie sich aber erst nach der ersten Verliebtheit bemerkbar.

 

Polaritäten

Der bekannte Paartherapeut Hans Jellouschek beschreibt in seinen Büchern wie menschliches Leben und Zusammenleben als Bewegung zwischen Polaritäten gesehen werden kann, z. B. aktiv –passiv, extrovertiert – introvertiert usw.. Lebendigkeit besteht darin, sich nicht auf einen Pol festzulegen, sondern zwischen ihnen hin- und her zu pendeln. Bei Paarproblemen ist die Balance folgender Polaritäten womöglich verloren gegangen:

 

Sicherheit - Erregung

Bindung - Autonomie

Nähe - Distanz

Pflicht - Lust

 

Im Zusammenleben eines Paares ist es wichtig eine Balance zwischen diesen Polen herzustellen bzw. beizubehalten. Häufig wird mit den Jahren die Bindung immer stärker, das Vertrauen wächst. Unterschiede, die anfangs zur Erregung führten, werden vertraut oder zeigen ihre Schattenseiten. Das bedeutet, das Paar befindet sich näher am Pol "Sicherheit" als zu Beginn der Beziehung beim Pol "Erregung".

Dies kann sich z. B. deutlich in der Sexualität niederschlagen: Auf der Suche nach Nähe, Vertrautheit und Sicherheit werden Gemeinsamkeiten betont und die Unterschiedlichkeit verringert. Paartherapeut Ulrich Clement beschreibt dies als eine Art „sexuelle Hausordnung“, die sich durch Vertrauen auszeichnet, Erregung aber deutlich weniger werden lässt.

Durch die Betonung von Vertrautheit wird die Partnerschaft einer Eltern/Kind Beziehung ähnlich, in der dann Sexualität immer weniger Platz hat. Ähnlich führt die Betonung der Pflicht im Alltag zwar zu einem gut funktionierenden Paarsystem, aber wenn dann für Spaß und Lust kein Platz und keine Energie mehr bleibt, geht der Wunsch nach Romantik und

Leichtigkeit gern mal woanders spazieren. 

Ein Dilemma? Ja, aber da sich die meisten Menschen trotz all dieser Herausforderungen eine monogame Partnerschaft wünschen,  heißt es, sich auf den Weg der Weiterentwicklung zu machen.

Dabei möchte ich Sie als Einzelperson oder Paar (ob hetero oder gleichgeschlechtlich) unterstützen.

 

Neben dem Konzept der Polaritäten, bin ich davon überzeugt, dass Partnerschaft dann gelingen kann, wenn beide Partner auch für sich allein stehen können. Wer für sich selbst sein kann, ist nicht weniger, sondern mehr bzw. in tieferer Verbindung mit  seinem Gegenüber.

 

Filmtipp: Mehr als Liebe  von Nicole Swidler

 

Trennung

Manchmal geht aber einfach nichts mehr. Eine Paarberatung kann auch hilfreich sein, um zu klären, ob eine Trennung eine "bessere" Lösung sein kann oder Sie beschließen im Beratungsprozess, sich trennen zu wollen. Die Art wie eine Trennung verläuft, trägt maßgeblich dazu dabei, wie sich alle Beteiligten und auch zukünftige Partnerschaften entwickeln. Eine Trennung, die von vermeidbaren Verletzungen und Angriffen geprägt ist, wirkt oft in eine nachfolgende Partnerschaft hinein. 

Sind Kinder mit betroffen, ist es extrem wichtig, eine Trennung nach der ersten akuten Phase, in der Verletzungen meist nicht ganz zu vermeiden sind, ausreichend zu bearbeiten und zu verdauen. Hier gilt es die Ebene als Paar zu beenden, um als Eltern weiterhin gut für die Kinder sorgen zu können. Damit das gelingen kann, ist es hilfreich sich professionelle Hilfe von außen zu holen.

Das ist übrigens die beste Investition in die Zukunft ihrer Kinder!