Selbstvertrauen

Mit sich selbst in Freundschaft leben


Selbstvertrauen ist also eine Art Zauberformel für ein gelingendes und glückliches Leben.

Vertrauen in sich selbst, gut in Kontakt mit sich selbst zu sein, führt dazu, eigene Bedürfnisse und Grenzen deutlicher wahrnehmen und wahren zu können. Vertrauen in sich fördert die Fähigkeit auch in andere Menschen, denen wir nah sein wollen, vertrauen zu können und Nähe aufzubauen. Vertrauen in sich fördert zudem die Gewissheit, Krisen meistern zu können.

 

Selbstvertrauen ist also eine Art Zauberformel für ein gelingendes und insgesamt glückliches Leben.

 

Für Vertrauen in mich selbst, benötige ich die Erfahrung, dass ich so wie ich bin - mit meinen Stärken und Schwächen, akzeptiert und geliebt werde. Wächst ein Mensch mit einer sicheren, emotionalen Bindung zu den wichtigsten Bezugspersonen (in der Regel die Eltern) auf und wird ihm gleichzeitig die Möglichkeit gegeben, die angeborene Neugier auf das Leben durch das Ausleben eigener Interessen und Talente beizubehalten, entwickelt er von sich aus ein Vertrauen in die eigene Person. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, in Kindheit und Jugend angemessen darin unterstützt zu werden, Herausforderungen zu bewältigen und Krisen zu meistern.

 

Tatsache ist, dass die meisten von uns diese Voraussetzungen nicht im ausreichenden Maße erfahren haben. Viele Menschen müssen sogar Gegenteiliges erleben.

 

Mangelndes Selbstvertrauen begünstigt Probleme im Leben wie z. B. Konflikte in der Partnerschaft und im Beruf. Ängste oder Depressionen entstehen rascher, wenn ein Mensch wenig oder kein Vertrauen in sich selbst besitzt, bedingen sich aber auch gegenseitig: Wer unter Ängsten und Depressionen leidet, erlebt wenig Möglichkeiten sein Selbstvertrauen zu stärken.

 

Eine eher schlechte Nachricht ist: Wurden Chancen zum Aufbau einer natürlichen Selbstsicherheit verpasst, lebt eine Art innerer Kritiker in uns, der ständige Selbstzweifel beschert und allzu kritisch über uns urteilt. Die Fähigkeit zur Selbstkritik ist dann im Übermaß ausgeprägt. Nicht wenige Menschen versuchen durch besonders gute Leistungen oder das Anhäufen von materiellem Besitz mangelndes Selbstvertrauen zu kompensieren. Das kann gut gehen, aber auch krank machen oder in Lebenskrisen führen.

 

Die gute Nachricht ist, dass es auch im Erwachsenenalter noch zahlreiche Möglichkeiten gibt, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Als Erwachsener benötigen wir nur etwas mehr mehr Durchhaltevermögen und Übung, als in der in der Kindheit, in der es sich leichter lernt. Die Arbeit an den eigenen Ressourcen, Selbstwert-stärkende Imaginationen und Übungen, Innere Anteile-Arbeit oder die Möglichkeit in einer systemischen Aufstellung seinem inneren Selbst zu begegnen und es mehr zu integrieren, sind Methoden, die sich in meiner beratenden und therapeutischen Arbeit bewährt haben.